3000 Kilometer zu Fuss. Von Deutschland bis nach Istanbul. Für viele klingt das nach einer absurden Idee. Für Mustafa Güzel ist es der nächste logische Schritt. Am 1. Juli startet der 24-Jährige in Lörrach zu einer Laufexpedition quer durch Europa – 50 Tage lang, rund 60 Kilometer pro Tag.
Was heute wie ein durchinszeniertes Ultra-Projekt wirkt, begann vor zwei Jahren mit einer simplen Erkenntnis:
«Ich wusste ganz genau, was mich aufhält.»
Damals bestand Mustafas Alltag aus wenig Schlaf, Fastfood und Rauchen. Sport machte er zwar schon länger, aber ohne echtes Ziel. Bis dieser Moment kam, den er selbst als «Switch» beschreibt.
Auf einer Autofahrt zurück aus dem Urlaub fasste er einen Entschluss: Alles ändern. Noch am selben Abend ging er laufen – obwohl er kaum zwei Kilometer schaffte.
Heute absolviert er 50-, 60- oder 70-Kilometer-Läufe und dokumentiert seine Entwicklung auf Social Media. Nicht, um anderen zu beweisen, wie hart er trainiert. Sondern um zu zeigen, dass Veränderung möglich ist.
Oder wie er selbst sagt:
«Jeder von uns hat ein Potenzial in sich, das er ausschöpfen kann.»
Im Gespräch erzählt Mustafa, warum ihn gerade der Kampf mit sich selbst fasziniert. Warum er bewusst Ziele sucht, die ihm Angst machen. Weshalb Istanbul für ihn mehr ist als nur ein Zielpunkt auf der Landkarte.
Und warum die grösste Herausforderung auf diesen 3000 Kilometern vermutlich nicht die Hitze, nicht die Schmerzen und nicht die Einsamkeit sein werden – sondern die Stimme im Kopf, die irgendwann sagt: «Lass es doch sein.»
Doch genau gegen diese Stimme läuft Mustafa seit zwei Jahren an.
Die ganze erste FOKUS-Episode mit Mustafa Güzel hörst du jetzt im Podcast Laufmomente.
Kapitel
- 00:00 Mustafa Güzel: Der Weg zum Ultraläufer
- 05:23 Der mentale Wandel und die Selbstreflexion
- 08:43 Inspiration und Druck durch Social Media
- 11:59 Das grosse Ziel: 3000 km nach Istanbul
- 15:04 Vorbereitung auf die Expedition
- 17:34 Mentale Herausforderungen während des Laufs
- 19:33 Logistik und Verpflegung auf der Strecke
- 23:49 Zukunftspläne nach Istanbul










Hinterlasse einen Kommentar