Was bleibt vom Laufen, wenn Zeiten, Wettkämpfe und Leistungsdruck in den Hintergrund treten? Für Martin Grüning ist die Antwort überraschend klar: «Einfach mal eine Stunde Nichts.»
Nach über fünf Jahrzehnten im Laufsport – als Athlet, Beobachter und Chefredaktor von «RUNNER’S WORLD» – hat sich seine Perspektive verändert. Heute geht es weniger um schneller, höher, weiter. Sondern um das, was passiert, wenn alles andere leise wird.
Laufen ist für ihn längst mehr als Bewegung. Es ist Rückzug, Reset und ein Zustand, den er selbst als «Zen des Laufens» beschreibt. Keine Musik, keine Ablenkung – nur der Moment. Und manchmal sogar das Gefühl, aus dem Nichts zurückzukommen, ohne genau zu wissen, woran man gedacht hat. Genau dort liegt für ihn die eigentliche Kraft des Laufens: im Loslassen.
Und trotzdem bleibt etwas konstant. Eine tiefe Verbindung, die sich nicht erklären lässt, sondern nur spüren. «Ein Tag ohne Laufen ist für mich kein Tag, sondern dunkle Nacht.» Ein Satz, der zeigt, wie viel mehr Laufen sein kann als Bewegung.
Dieses Gespräch erzählt genau davon: wie sich der Blick aufs Laufen verändern kann, ohne dass die Liebe dazu kleiner wird. Wie aus Wettkampf Ruhe wird. Und warum gerade dieses «Nichts» manchmal das Wertvollste ist, was wir finden können.
Die ganze Episode mit Martin Grüning hörst du jetzt im Podcast Laufmomente.
Kapitel:
- 00:00 Martin Grüning: Begegnung mit dem Lebenläufer
- 04:58 Auszeit vom Laufen durch Laufen
- 07:47 Die Auswirkungen der Pandemie auf den Laufsport
- 12:57 Die Anfänge des Läufers Martin
- 22:50 Reflexion über die Laufgeschichte
- 25:49 Unvergessliche Laufmomente
- 28:14 Technik und Ausrüstung im Laufen
- 31:56 Social Media: Fluch und Segen
- 35:27 Extreme im Laufsport: Grenzen und Motivation
- 40:16 Die Bedeutung des Laufens für das Wohlbefinden
- 42:06 Tipps für Laufanfänger:innen
- 46:43 Zukunftspläne und Marathonziele










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