Soundtrack

Hier findest du die Geschichte(n) hinter LAUFMOMENTE | Der Soundtrack. Die Podcast-Gäste wählen einen Titel, der persönlich mit dem Laufen verbunden ist – als Erinnerung an einen besonderen Lauf, einen Menschen, eine Lebensphase oder einen Moment, der geblieben ist. Dazu erzählt jeder Gast die Geschichte hinter seiner Auswahl.

So entsteht eine ganz persönliche musikalische Sammlung der Menschen, die bei LAUFMOMENTE zu Gast waren. Die Liste wächst mit jeder neuen Podcast-Folge und wird damit zu einer Art musikalischen Chronik von LAUFMOMENTE.

Hören kannst du den Soundtrack auf Spotify und Apple Music.

Auf den Titel oder das Pluszeichen klicken – und die persönliche Geschichte erfahren.

Mein Lieblingslied beim Laufen auf den Trails in den Bergen ist die Natur. Ich laufe deshalb immer ohne Musik – und benötige auch keinen speziellen Song, um mich zu motivieren: «I just love running.» Allerdings kommt bei meinem Running-Content auf Instagram immer Sia zum Zug – mit meinem Motto: «I’m unstoppable.»

Was ist mein Song? Gar keine leichte Frage. Aber in das sagenumwobene «Runners High» kam ich stets mit diesem Song.

Für mich ist das ohne Zweifel «Can’t hold us» von Macklemore & Ryan Lewis. Einerseits wegen des Beats, der einen total vorantreibt – aber auch aufgrund des Textes, vor allem im Refrain:

Tonight is the night, we’ll fight ‚til it’s over
So we put our hands up
Like the ceiling can’t hold us

Ich liebe den Satz «like the ceiling can’t hold us» – das ist für mich genau das Gefühl, die eigenen Grenzen zu überwinden und einfach weiterzugehen.

Dieser Song hat für mich alles, was ein Ultra hat. Er startet mit einer ruhigen Intensität, baut sich auf, wird laut, wird leise, wird nochmals lauter – und hört nicht auf, sich zu verändern. Genau das passiert auf einem Ultra. Du startest kontrolliert, dann kommt die Power, dann das Tief, dann findest du nochmal eine Energie, von der du nicht wusstest, dass sie da ist.

«Again» hat Power, Ausdauer, Vielseitigkeit und Veränderung. Alles in einem Track. Und genau darum geht es bei langen Läufen: Sich immer wieder neu finden, auch wenn sich alles verändert – und trotzdem weitermachen. Again and again.

Ich höre nicht so viel Musik beim Laufen, aber «Toxicity» hat mich beim «Spine Race» vor ein paar Jahren in Dauerschlaufe so richtig gepusht. Und zumindest für einen Nachmittag waren Müdigkeit und Kälte der vergangenen Tage ausgeblendet.

Heute höre dieses Lied immer noch sehr gerne, da mich meine Frau in Berlin zu einem Konzert von System Of A Down überrascht hat – und die Band zudem Anfang Juli nach einer sehr langen Europa-Pause in Düsseldorf zu Gast waren. Und sie sind immer noch sehr gut …

«Experience» von Ludovico Einaudi ist für mich mehr als nur ein Lied, es steht für meinen Weg als Läufer.

Dieses Lied verbinde ich unter anderem mit dem Start des UTMB in Chamonix. Dort zu stehen, war über viele Jahre mein grosser Traum. Hinter diesem einen Moment lagen unzählige Trainingsstunden, viele Kilometer, Höhen und Tiefen und ein langer Weg, bis man überhaupt an dieser Startlinie stehen kann.

«Experience» beginnt ruhig und entwickelt immer mehr Kraft und Intensität, genau so fühlt sich für mich ein Ultratrail an. Am Start ist diese Stille, gleichzeitig aber eine unglaubliche Spannung. Man weiss, dass in wenigen Augenblicken eine lange Reise beginnt – aber niemand weiss, was die kommenden Stunden bringen werden. Läufer zittern, weinen und es war für mich eine Art Nullpunkt. Alles, was vorher war, hat mich dahin gebracht – und alles, was vor mir lag, begann damals an diesem Start. Ich in Chamonix, das bekannt blaue Tor mir.

«What I‘ve Done» von Linkin Park hatte ich seit zwei Jahren für mein Finale in Istanbul festgelegt – und ist er auch auf dem Social-Media-Beitrag zu hören, den wir vom Ziel gepostet hatten.

Der Satz «What I‘ve Done» ist für mich passend, weil es sich surreal angefühlt hatte, den 3000-Kilometer-Ultra bewältigt zu haben. Und es war gleichzeitig genau so wie in meiner Vorstellung, wie vor zwei Jahren.

Ich verbinde meine beiden Songs mit meiner Teilnahme am New York Marathon. Die Bedeutung von «Dog Days Are Over» von Florence + The Machine passt einfach im übertragenen Sinne so sehr zu meiner Geschichte …

Ich verbinde meine beiden Songs mit meiner Teilnahme am New York Marathon. «Born This Way» von Lady Gaga lief an einem der der stimmungsvollsten Momente während des Laufs – irgendwo in Queens. Das war einfach gigantisch und bleibt mir immer im Herzen. 

Warum «Viva La Vida» von Coldplay? In meinen ersten Jahren als Ultraläufer habe ich dieses Video entdeckt – und es hat mich immer wieder ungeheuerlich inspiriert. Ich weiss nicht wirklich warum, denn es ist kein Top-Video. Aber eben …

Bei meinem Song muss ich gar nicht lange überlegen: «Eye Of The Tiger» von Survivor. Ja, der Rocky-Song. Vielleicht ein Klassiker und fast schon ein bisschen Klischee, aber für mich gehört er einfach zum Laufen.

Der Song steht für mich für genau das, was ich am Laufen und Streaken liebe: dranbleiben, kämpfen, den Fokus behalten und weitermachen, auch wenn es mal nicht einfach läuft.

«Eye of the Tiger »schafft es bei mir auch nach all den Jahren noch immer, diesen Schalter umzulegen. 

Der Titel, der mir beim Wandern immer sofort in den Sinn kommt, ist «Für diesen Moment» von Alexander Eder.

Ich glaube viele, so auch ich, haben über einiges an Zeit Veränderungen erlebt im Sport, in der Community, in der eigenen Familie, im eigenen Herz und Kopf. Dieser Titel spiegelt so viele Schmerzen, Rückschläge und Kämpfe wider.

Viele Bilder laufen beim Hören in meinem Kopf im Zeitraffer durch und machen mich stolz, wo ich heute stehe. Trotz aller Widrigkeiten bin ich meinen Weg gegangen. Nicht nur im Sport, sondern auch gänzlich im Leben.

Meine Ultra-Running-Playlist mit einer Laufzeit von über 15 Stunden lässt sich nicht so einfach auf einen einzelnen Song reduzieren, aber ich gebe mein Bestes …

Für die LAUFMOMENTE-Playlist steuere ich gerne den Song «ich jogge» von Haller bei. Weshalb? Weil ich einfach immer gute Laune bekomme, wenn ich ihn höre – egal ob bei km 10 oder bei km 80. Der Song hat die Fähigkeit, mich für mindestens 2:07 Minuten (Dauer des Songs) aus dem grössten Tief zu holen oder aber dazu anzutreiben, in einem Hoch noch etwas mehr Gas zu geben.

«Conquest of Paradise» berührt mein Läuferherz im Innersten. Dieser Song hat für mich eine ganz besondere und tiefe Bedeutung: Er lief jahrelang traditionsgemäss kurz vor dem Startschuss des «Swissalpine Marathons» (dem heutigen «Davos X-Trail») – und genau dieser Lauf war einst das Debüt meiner gesamten Laufkarriere. Bis heute ist das Event für mich eine absolute Herzensangelegenheit.

Jedes Mal, wenn die ersten majestätischen Klänge von «Conquest of Paradise» ertönen, läuft mir sofort eine Hühnerhaut über den Rücken. Augenblicklich zieht es mich gedanklich hinauf auf die Trails, mitten hinein in die Natur und die faszinierende Bergwelt. Es ist der Sound von Vorfreude, Entschlossenheit und unvergesslichen Momenten auf dem Weg zum Gipfel.

Obwohl ich lieber auf Trails statt Asphalt laufe, trägt mein Song ironischerweise den Titel «Streets». Er handelt von innerem und äusserem Widerstand – und motiviert, «es» trotzdem zu tun. Gemeinsam stark. Den eigenen Weg gehen. Und alles getragen von einer melodiösen und textlichen Wucht, die zum «Runners High» führen kann.

Where do we go when the streets are calling?
How do we know when we each stop falling?


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