Alle Jahre wieder: Ich gegen den Rest der Backwarenindustrie! Brunsli, Zimtsterne, Änisbrötli, ja, sogar einzelne Variationen von Weihnachtsstollen und andere komprimierte Zuckerangriffe auf Leib und Beleibung kommen ohne Milcheiweiss aus. Und genau dann gibt mir nicht einmal mehr meine Milchallergie Rückendeckung. Ich bin hoffnungslos ausgeliefert.
Schon vor Jahresfrist sah ich mich deshalb an dieser Stelle zu einer «Kampfansage gegen die Achse des Bösen» genötigt, um in den wenigen Stunden zwischen dem Ende der Basler Herbstmesse und dem Beginn des Basler Weihnachtsmarkts der hemmungslosen Aufdringlichkeit von Magenbrot, gebrannten Mandeln, «Beggeschmütz» und sonstigem Vorweihnachtsgeplänkelgebäck Einhalt zu gebieten.
Das Rezept damals: Lauf-Intervalltraining. Die Allzweckwaffe im Jahr 2016: Wochenend-Longjogs, gepaart mit Metabolic Conditioning bei Fitorama-Personal-Trainer Daniel Schmidt. Metabowas? Na, «MetCon», wie wir Fitness-Experten sagen – eine Mischung aus Kraft- und Ausdauer-Workouts. Sieht bei mir dann immer so aus, dass die Muskeln Alarm schlagen, der Schweiss in Strömen fliesst und ich den Arm zum Schweissabwischen mit der anderen Hand zur Stirne hieven muss. Jaha, wird werden alle nicht jünger.
Wie heute. Als wieder so ein viertelstündiger Parcours auf dem Programm stand. Unter anderem mit «Rudern bis zum Hals», wie es Daniels Trainerkollege Dario Di Giovine erst kürzlich auf Facebook propagierte. «Danach siehst Du auch so aus», versprach Daniel. «Heute?», wollte ich wissen. Und ruderte bis zum Hals.

Ob ich heute Abend tatsächlich schon so aussehe, weiss ich nicht – kann mich ja nicht von hinten im Spiegel betrachten. So wie sich die Rückenmuskulatur zumindest anfühlt, gut möglich.
Metabolic Conditioning soll durch kurze und hoch-effektive Einheiten einen schlanken und durchtrainierten Körper zur Folge haben, ist im Internet zu lesen. Die Fettverbrennung stellt sich nicht während des Trainings ein, doch der Stoffwechsel («Metabolismus») wird so angekurbelt, dass auch Stunden nach der Belastung noch was geht. Je besser der Stoffwechsel, desto mehr Kalorien und Fett aus den Reserven werden verbrannt.
Und bevor es zu einer Reserveknappheit kommt, gibt es schliesslich Brunsli, Zimtsterne, Änisbrötli, ja, sogar einzelne Variationen von Weihnachtsstollen und andere komprimierte Zuckerangriffe auf Leib und Beleibung. Geben und nehmen. Alle Jahre wieder.
Quelle Vorschaubild Artikel/Zimtsterne:
Matthias Rhomberg/Flickr/CC





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