Mittagspause. Intervalltraining. Und irgendwie anders. Vor dem Hauseingang kniet der Mann von der Putzequipe – mit Schäufelchen und Besen. Und versucht einen Haufen Räppli einzufangen.
Intervalltraining als Vorfasnachtsprogramm? Das ist, wenn …
- … während des Warm-Up-Kilometers ein vom morgendlichen Schulfasnachtsumzug im Basler Gellert-Quartier aufgedrehtes Kind im Waggis-Kostüm «Wettsch au Fasnachtsstimmig?» schreit – die mit Räppli gefüllte Faust aber glücklicherweise geballt bleibt.
- … während des Laufs noch einmal die Diskussionen rund um das diesjährige Drummeli – die Mutter aller hiesigen Vorfasnachts-Veranstaltungen – durch den Kopf schiessen.
- … während des Erholungsabschnitts nach dem ersten schnellen Intervall (mit Pace von 5 Minuten pro Kilometer) plötzlich der Cliquenkollege den Laufweg kreuzt und seine Trommeln samt Kostüm im Auto verstaut, weil er mit der Familie an einem morgendlichen Schulfasnachtsumzug mit aufgedrehten Kindern «geruesst» hat.
- … während des Trainings – aller Anstrengung zum Trotz – noch einmal ein Lachen über das Gesicht huscht, als ich mich an die tränenden Augen des Vorabends erinnere: Apéro-Einladung im Theater Teufelhof mit einem kurzen Ausschnitt des vorfasnächtlichen Cabarets «Schaabernagg & Lumpepagg», köstlich, grandios, umwerfend bissig. Irgendwie in der Planung ignoriert – alles ausverkauft. Bis heute plötzlich zwei allerletzte freie Plätze im Vorverkaufssystem auftauchen. Und ich zufällig drauf stosse.
- … während des Trainings genau wegen solchen Sachen einfach Vorfreude herrscht.
- … während schnellen und langsameren Abschnitten der Schweiss auf das Räpplimeer auf dem Trottoir tropft.
Intervalltraining als Vorfasnachtsprogramm. No 10 Mool schloofe …






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