Das Thema Fitness auf dem Smartphone boomt. Ein Blick in die App-Stores von Apple und Google beweist dies. Selbst in den vermeintlich seriösesten Fernsehsendungen werden die kleinen digitalen Helfer auf Herz und Nieren geprüft. Schönes Sprachbild, gefällt mir.
Aber was sollen diese Apps eigentlich? Es werden Schritte und Kalorien gezählt. Zeiten gemessen, ausgewertet und verglichen. Wege und Höhenprofile aufgezeichnet. Und alles archiviert. Für die Nachwelt. Dabei scheint es so sicher wie das Amen in der Kirche, dass sich kaum jemand für die von uns produzierte Datenflut interessieren wird.
Und wir? In der Gegenwart? Auf «Garmin Connect» protokolliere ich jedenfalls feinsäuberlich meine Trainings: mit Laufschuhen, im Fitnessstudio, auf dem Velo. Und ja, hin und wieder schaue ich mir die eine oder andere Aktivität auch rückblickend an.
Gestern wartet ein grosses Update auf das Herunterladen aufs iPhone. Version 3.0, ein sogenannter «Major Release». 66,8 Megabyte, die es in sich haben. Nicht nur, weil die Anwendung nun im edelschwarzen Design daherkommt, sondern auch, weil sie etwas dazugelernt hat (was bis heute aus nicht nachvollziehbaren Gründen die Webversion von «Garmin Connect» nicht kann): Die App kann zusammenzählen – und zwar die Gesamtkilometer der einzelnen Ausrüstungsgegenstände.
Vier Paar Schuhe habe ich aktuell im Einsatz und natürlich feinsäuberlich mit Kaufdatum erfasst. Und obwohl ich das Trainingsjahr 2015 erst im April so richtig lancieren konnte und dieses auch danach – bedingt durch muskuläre Wehwehchen – immer wieder unterbrochen werden musste, bringt es der «Asics GT-3000 2» nach seinen 30 Trainingseinheiten (und Wettkämpfen) auf rund 440 Kilometer.
Mit anderen Worten: Der Schuh, der zuletzt quer durch München lief, geht so langsam aber sicher seinem Ende entgegen. Hätte ich ohne digitales Helferlein nie bemerkt? Doch, natürlich. Aber ich hätte nie gewusst, dass ich damit pro Training durchschnittlich 14,65 Kilometer zurückgelegt habe. Und genau das sind jene harte Fakten, an der sich die Nachwelt bei der Erforschung und Analyse des Fitnesszustands der Menschheit anno 2015 dereinst die Zähne ausbeissen könnte.
Die Zukunft ist Schuhkauf!






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