Es hat sich viel verändert, seit dem 13. Oktober 2014. Damals, bis dato letzter Blogeintrag. Den München-Marathon im Sack. Langsamer als erwartet, aber zufrieden. Über einen Monat später wieder der Griff in die Tasten. «Muss das sein», denken die einen – «endlich», konstatieren hoffentlich ein paar andere.
Die Gründe für die Schreibstarre: Einerseits die wenig spektakuläre Regenerationsphase (vulgo Trainingspause) nach 42,195 Kilometern, anderseits der Umzug in die Heimatstadt. Nach 24 Jahren, endlich wieder in Basel daheim. Ein Bezug einer Neubauwohnung. Ein Einzug mit über einjähriger Verspätung. Ein Umzug mit einer nervlichen Anstrengung, die jeden Langstreckenlauf geradezu lächerlich erscheinen lässt. «Just in time» wird die Wohnung dann doch noch fertig. Kaum ist die Putzequipe weg, rückt die Zügelfirma an.
Danach: Durchschnaufen. Geniessen. Und Kisten auspacken.
Viele Kisten auspacken.
Und ein erstes Mal Vorfreude auf einen Trainingslauf in der Geburts- und Jugendstadt. Johann Peter Hebel dichtete vor über 200 Jahren «Z Basel am mym Rhy» – und trotzdem entscheide ich mich vor zwei Wochen für einen Lauf durchs Gellert hinunter an die Birs. Es sticht, das linke Knie – ausstrahlend vom Rücken. Das habe ich mir anders vorgestellt. Abbruch nach gut einer halben Stunde.
Drei Chiropraxis-Besuche. Es knackst, es löst. Drei weitere Trainings sollen Gewissheit auf eine Besserung bringen. Zwischen 10 und 11 Kilometer unterwegs. Einmal sonntagmorgendlich dem Rhein entlang ans Dreiländereck. Dorthin, wo Basel nicht europäischer, aber gleichzeitig auch nicht toter sein könnte. Nicht nur sonntags.
Leicht klemmt es noch, doch es läuft. Und prickelt. Zumindest partiell habe ich Hühnerhaut, als ich auf dem Rückweg über die Dreirosenbrücke renne, in die aufgehende Sonne blinzle und auf die Stadt hinunterblicke. Grossbasel. Kleinbasel. Der Rhein. Selbst der irgendwie ausladend wirkende Novartis-Campus scheint mir ein «Willkommen daheim» entgegenzurufen.
Innerlich winke ich zurück. In einer Woche ist Stadtlauf. Und ich weiss: Rücken hin oder her – das ist erst der Beginn einer neuen, alten Liebe.






Hinterlasse eine Antwort zu Elke’s Runningblog Antworten abbrechen